Die erste Gold Wing hat einen wassergekühlten Vierzylinder-Boxermotor mit 1000 cm³ Hubraum bei 61 kW (82 PS) Leistung. Sie wurde 1975 in Deutschland für 9268 DM angeboten, was inflationsbereinigt heute einem Betrag von 13.000 Euro entspricht.[3]

Die GL 1000 war die erste japanische Serienmaschine mit Kardanantrieb – BMW hatte diese Art der Kraftübertragung bereits seit 1923 in der R 32 in Form eines Wellenantriebs. Neu bei einem Motorrad war die Bremsanlage mit drei Scheibenbremsen. Das Fahrwerk war wegen des hohen Gewichts in schnellen Kurven überfordert und kam gefährlich ins Schwimmen.[4]

Unter dem Deckel der Tankattrappe mit Kraftstoffanzeige vor dem Fahrer sind ein Ablagefach und der Benzinstutzen; der 19 Liter fassende Kraftstoffbehälter selbst liegt im Rahmendreieck unter der Sitzbank, womit zusammen mit dem unterhalb der Kurbelwelle angebrachten Getriebe ein möglichst tiefer Schwerpunkt gewährleistet wird. Dieses Bauprinzip wird bis zu den heutigen Modellen beibehalten. Die Seitendeckel der Tankattrappe lassen sich bei der GL 1000 noch herunterklappen; dies ist bei den nachfolgenden Modellen nicht mehr möglich. Links befinden sich die Bordelektrik mit Blinkgeber, Lichtmaschinen-Laderegler und Sicherungen, rechts der Kühlmittel-Ausgleichsbehälter und der aufsteckbare Not-Kickstarter.

Bei leerer Batterie können die ersten Modelle K0/K1/K2 noch mit ihrem Not-Kickstarter gestartet werden, der an eine Welle hinter der Lichtmaschine gesteckt wird.

Die GL 1000 wurde während ihrer Bauzeit in jedem Jahr mit einem neuen internen Modellnamen bedacht:

BaujahrModellhervorzuhebende Verbesserung/Änderung
1974–1975K0Die „Urmaschine“, vorgestellt 1974 auf der IFMA in Köln
1976K1/LTDLimitierte Auflage von 1295 Stück, goldeloxierte Speichen und Felgen, verchromte Schrauben
1977K2Kegel- statt Kugellager im Lenkkopf, Tacho mit mph und km/h
1978K3Comstar-Felgen (vorne Stahl, hinten Alu), Chrom-Auspuff, längere Gabel, FVQ-Dämpfersystem
1979K4/KZrechteckige Blinker, Halogenscheinwerfer

Traurige Berühmtheit erhielt die Gold Wing wegen drei spektakulärer Unfälle ohne Fremdeinwirkung, einer davon tödlich, im Zusammenhang mit der vom TÜV Bayern abgenommenen „Cockpit“-Lenkerverkleidungen der Firma Krauser. Honda wurde trotz persönlicher Anschreiben seiner Gold Wing-Kunden, in denen vor der Verwendung der Verkleidung ausdrücklich gewarnt wurde, zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt.[5]

Da 1980 die GL 1100 auf den deutschen Markt kommen sollte, wurde in jenem Jahr der Kaufpreis drastisch reduziert. So verkaufte ein bekannter Motorradhändler die letzten GL 1000 für 6666,66 DM. Dies entspricht heute 7.600 Euro.[

(quelle) Wikipedia

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